jetzt hab ich die ersten fuenf Tage in Atiquizaya erlebt und - es gefaellt mir!
Seit Montag stehe ich jeden Tag um halb 8 auf, ein kleine Umstellung, die sich in so fern bemerkbar macht, dass ich schon um 19 Uhr muede bin und zwischen 20 und 22 Uhr schlafen gehe...
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag hab ich im Buero von dem Projekt APOKAM verbracht, wobei ihr euch darunter kein Buero vorstellen duerft, wie wir es kennen! Es ist mehr ein grosser raum, in dem zwei tische stehen und zwei kleine Computertische. ein paar Plastikstuehle stehen herum und es gibt noch einen kleinen Raum mit Waschbecken und KLo, wobei man sich gut in die Ecke quetschen muss, um auf Toilette nicht gesehen zu werden...Das Buero ist also mehr leer, als alles andere, aber irgendwie hats auch Charme.
Am Mittwoch hab ich mit Willian, einem Mitarbeiter und meinem persoenlichen Begleiter, nicht besonders viel gemacht, dafuer haben wir Donnerstag einiges geschafft. Wir haben angefangen einen Blog fuer ein neues Projekt "CECATI" zu erstellen, wobei ich schon beim Logo erstellen fast durchgedreht bin, weil Willian das mit einer Ruhe gemacht hat, als haetten wir nichts anderes zu tun! Am Ende haben wir natuerlich noch mehr geschafft ausser das Logo:)
Willian ist ein lustiger Kerl, er ist ungefaehr drei cm groesser als ich und immer am quatschen. Dabei schaut er mir aber nie in die Augen und deshalb merk ich manchmal gar nicht, dass er grade mit mir redet. Irgendwas ist also komisch mit ihm, ich weiss nicht richtig, was er von mir haelt, aber das werd ich schon noch rausfinden!
Normalerweise arbeite ich von 8 Uhr, da holt mich Willian von zuhause ab, bis um 12. dann bringt er mich wieder nachhause und es gibt Mittagessen. Von 13 bis 16 uhr bin ich dann wieder im Buero.
Donnerstag bin ich nach der Arbeit mit CHela, ihrer kleinen Grossnichte, Mauricio, einem Freund der Familie und seiner Frau nach Santa Ana, die zweit groesste Stadt in El Salvador gefahren. Das Auto ist ungefaehr 100 jahre alt, eines der hinteren Fenster aus Holz, aber ich hab mich sicher gefuehlt, weil die anderen sich sicher gefuehlt haben:)
In Santa Ana waren wir dann ein bisschen bummeln und waren in einem grossen Supermarkt einkaufen. Ich hab gelacht, als ich an der Fleischtheke so eingepackte Fleischstuekchen gesehen hab, denn die Marke hiess "Guten"!
Ausserdem waren wir in einem ganz merkwuerdigen Klamottenladen, eine riessen Halle. Die Kleider kamen mir sehr komisch vor, ich glaub die waren alle schon getragen. Aber es war nicht so, wie wir einen 2nd hand laden kennen. seeehr merkwuerdig!...gruselig war, dass am eingang regale standen, in denen lauter gebruachter krims krams verkauft wurde, lauter olle puppen, teller, sogar bier aus belgien. da hab ich ja sogar ueberlegt, ob das bier ne investition waere, weil das aussah, als waere es 100 jahre alt!
Die Frau von Mauricio fand ich auch sehr lustig, weil sie fast ganz in rosa gekleidet war...sie war wirklich nett, aber ich glaub sie fand sich sehr huebsch in ihrem rosa kostuemchen...:)
Heute, Donnerstag, hab ich mit Willian und Brenda, einer Studentin, die ebenfalls durch PPA unterstuetzt wird, Patenkinder und ihre Familien besucht. Diese Familien leben aber nicht in Atiquizaya, sonder in einem anderen Bezirk, der mit den Favelas in Brasilien zu vergleichen ist...Die Haeuser, wenn man sie als das bezeichnen kann, sind entlang einer alten Eisenbahnstrecke gebaut, die nicht mehr exestiert. Der Weg, den man entlang laeuft (man kann diesen Weg bis nach San Salvador laufen, diese Stadt liegt etwa 1 1/2 stunden von Atiquizaya entfernt!) war einmal die Eisenbahnstrecke, die Schienen sind aber verschwunden. Links usn rechts sind also die Haeuser, einige aus normalen backseinen, einige aus Lehm und einige aus Folien. Ueberall sind Menschen in den Haeusern, die mir alle freundlich zugelaechelt haben, Kinder spielen auf dem Weg oder in ihrem "Garten" und es liegt sehr viel Muell rum...Zwischendurch sind wir an Kaffee oder Maisplantagen vorbeigekommen, wo Menschen geerntet haben. Auch da hab ich einmal ein Foto gemacht und dann haben die Maenner geguckt und ich dachte schon Mist, ich haette sie vorher fragen sollen!...aber dann hab ich gewinkt und nett gelaechelt und das gleiche als Antwort bekommen.
Zuerst haben wir zwei Schwestern besucht, ich schaetze die eine war so 16-17, die ander 14. Sie leben mit ihrer Oma zusammen, Mutter und Vater sind verschwunden. Hat man die Wohnverhaeltnisse nicht selbst gesehen, aknn man sich diese nicht vorstellen. Ein Minihaus aus Lehm mit einem Zimmer. Kueche und Schlafzimmer im selben Raum, Dusche und Toilette draussen. Aaaaber einen kleinen Weihnachtsbaum hatten sie schon!
Bei den anderen Familien war es nicht gross anders, wobei eine Familie, trotz extremer Armut, einen wunderschoenen Garten hat. ich hab ganz viele Fotos gemacht, die ich auch noch posten und dokumentieren werde!...dort hab ich auch 3 Tage alte Kaninchen gesehen und Bananenbaeume, die riessen gross waren!!
Insgesamt haben wir vier Familien besucht, von denen 3 Familien aus Kindern und Oma bestehen, weil die Eltern aus vercshiedenen Gruenden nicht mehr da sind, oder die Muetter nur selten nachhause kommen.
Da wir von 9 bis 12 durch die Sonne gelaufen sind, hab ich heute natuerlich meinen ersten Sonnenbrand bekommen...dafuer bin ich dann morgen endlich nicht mehr der Kaese hier - jawohl!!...keine Sorge Mama, es ist ncht so schlimm!!!
Leider muss ich jetzt aufhoeren mit schreiben, weil ich mit meinen Gasteltern einen Abendspaziergang machen wrde...Ja, ich find die vortsellung grade richtig prickelnd, dass ihr alle feiern seid und ich geh auf die Plaza daeumchen drehen...aaaaber morgen abend ist hier fiesta und da werd ich denen hier mal ordentlich zeigen, wie der Hase hoppelt!!!
Ich schick euch sonnige gruesse und viele besitos!!!
Hola hijita, ya he hecho el pequeño cambio y también me he invitado a mí a tu Blog para poder entrar más fácilmente si hay que hacer otros cambios. Esper que no te moleste... pero bueno, seguro que no haré nada que tú antes no aprobarías.
AntwortenLöschenbesitos de tu papito!